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Jiaogulan: So wirkt das „Kraut der Unsterblichkeit“!

Die auch als “Kraut der Unsterblichkeit“ bekannte Schlingpflanze Jiaogulan erfreut sich in der traditionellen chinesischen Medizin einer großen Beliebtheit und ist auch seit einigen Jahrzehnten in unseren westlichen Breitengraden angekommen. Die gesundheitsfördernde Wirkung basiert auf den zahlreichen wertvollen Inhaltsstoffen wie Mineralstoffen, Vitaminen, Saponinen und Aminosäuren. Doch wie wirkt die Heilpflanze und welche gesundheitlichen Vorteile ergeben sich durch die Einnahme?

Herkunft und Entdeckung

Die der Familie der Kürbisgewächse zugehörige Kletterpflanze mit dem botanischen Namen Gynostemma pentaphyllum ist in ostasiatischen Ländern beheimatet. Hierzulande ist die Heilpflanze unter anderem als Fünfblattginseng oder Frauenginseng bekannt. Entdeckt wurde die lebensspendende Kraft des Gewächses während einer Volkszählung in China während des 15. Jahrhunderts. Die Lebenserwartung der Bürger der Provinz Guizhou war signifikant höher als der landesweite Durchschnitt, was die Aufmerksamkeit von Ärzten und Gelehrten im Land auf sich zog. Durch ein Ausschlussverfahren kamen Forscher später der Ursache auf die Schliche: Der hohe Konsum von Blättern der Jiaogulan-Pflanze. Besonders gut gedeiht die Pflanze in den feuchten Bergwäldern in 3.000 Metern Höhe. Hierzulande wurde man sich der heilenden Wirkung der Pflanze erst im späten 20. Jahrhundert bewusst.

Gesundheitsvorteile von Jiaogulan

Saponine schützen Herz, Gefäße und Leber

Prinzipiell basiert die gesundheitsfördernde Wirkung von Jiaogulan auf seinem hohen Gehalt an Saponinen. Es handelt sich hierbei um sekundäre Pflanzenstoffe, die in der Pflanzenwelt recht verbreitet sind. Enthalten sind sie beispielsweise in Blättern, Knollen und Blüten von Efeu, Spinat und Ginseng. Den Pflanzen dienen sie aufgrund ihrer antimikrobiellen und antifungiziden Eigenschaften als Defensivstoff. Im menschlichen Organismus entfalten Saponine eine vorteilhafte Wirkung. So helfen sie beispielsweise den Cholesterinspiegel zu senken, wirken antibiotisch und immunstimulierend und eignen sich auch als Antimykotikum. Saponinen schreibt man in der Medizin unter anderem folgende Effekte zu:

 

  • Regulierung des Blutzuckers
  • Entschlackung der Gefäße
  • Stärkung der Leberfunktionen
  • Auflösung von Blutvergiftungen
  • Senkung von Cholesterin- und Blutfettwerten
  • Entzündungshemmend
  • Immunstärkend
  • Gefäßstärkend
  • Blutreinigend
  • Antioxidativ
  • Hormonregulierend
  • Zellschützend

 

Aufgrund der Eigenschaften eignet das Heilkraut zur Behandlung verschiedener Krankheiten wie Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen, Fettleber, Diabetes, Hepatitis, Herzschwäche, Leberschwäche, ein erhöhter Cholesterinspiegel oder Arteriosklerose.

 

Anwendung und Zubereitung des Nahrungsergänzungsmittels

In asiatischen Ländern zählt die Pflanze zu den normalen Lebensmitteln. Die Blätter und weitere Pflanzenteile sind reich an wichtigen Nährstoffen und Vitaminen wie Eisen, Zink, Magnesium und lassen sich sowohl gekocht oder roh in Form eines Salats oder Smoothies verzehren. Für eine medizinische Anwendung empfiehlt sich die Herstellung eines Aufgusses oder Tees. Die Zubereitung ist recht simpel. Für einen Tee eignen sich sowohl frische als auch getrocknete Pflanzenteile. Für einen Liter reichen fünf frische Blätter oder ein Teelöffel getrocknetes Pflanzenmaterial. Der Tee zieht optimalerweise zwischen fünf bis zehn Minuten. Da der Tee keinerlei Nebenwirkungen auslöst, ist er auch für Kinder und Schwangere geeignet.

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